Die Mansfelder Schlotten - Höhlen im hypogenen Gipskarst

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Blick in den großen Naturschacht der Wimmelburger Schlotten. Aufnahme von Michael K. Brust am 18. Juli 2014, Assistenz Andreas Elste und Thomas Wäsche.

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Leserinnen und Leser,

 

es liegt inzwischen mehr als 200 Jahre zurück, dass der kursächsische Geologe und Bergbeamte Johann Carl Freiesleben die Mansfelder Schlotten als ein bedeutendes Naturphänomen in der Literatur beschrieben hat und sich zugleich für deren Erhaltung einsetzte. Das war im Jahr 1809, und Freiesleben war es wohl auch, der damit als erster überhaupt eine wissenschaftliche Arbeit zu Höhlen im Gipskarst veröffentlicht hat.

 

Dennoch sind die Mansfelder Schlotten bis heute eine „terra incognita“ geblieben, und nur wenige Enthusiasten bemühen sich um ihre weitere Erforschung. Das geschieht aus eigener Veranlassung, sozusagen als ein bürgerschaftliches Engagement. Eine staatliche Unterstützung dabei hat es in den zurückliegenden Jahrzehnten leider nicht gegeben. Gefördert worden ist das Projekt dennoch, und zwar durch den Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher e.V., den Thüringer Höhlenverein e.V., die Grubenarchäologische Gesellschaft e.V. sowie auch von Vereinen und Einzelpersonen aus der Region.

 

Besonderen Dank schulden wir der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) und der Rosenstadt Sangerhausen GmbH, die unsere Forschungen durch ihre freundliche Genehmigung überhaupt erst ermöglicht haben.

 

Dieser Internetauftritt soll dazu beitragen, die Kenntnisse über das ebenso naturkundlich, wie auch montanhistorisch und kulturell einzigartige Phänomen der  Mansfelder Schlotten in der Öffentlichkeit zu popularisieren.

Für immerwährende Hilfe, fachliche Diskussionen sowie anderweitige Unterstützung bedanken wir uns an dieser Stelle bei allen unseren Kameraden sehr herzlich. Den Auftritt im Internet begleiten insbesondere Andreas Elste, Jürgen Graf und Thomas Wäsche (alle Lutherstadt Eisleben) sowie durch sein stilles Engagement Dirk Sasse (Leipzig).

An dem Forschungsprojekt "Mansfelder Schlotten" sind (in alphabetischer Reihenfolge) bislang die folgenden Personen beteiligt:

Sven Bauer (Sondershausen), Dr. Silvio Brandt (Halle), Ingo Dienelt (Mansfelder Grund), Stefanie Elste (Lutherstadt Eisleben), Bernd Friedrich (Mansfeld), Henning Harzer (Leipzig), Dr. Kurt-Johannes Heider (Sangerhausen), Gert Hintze (Bad Grund), Manfred Irmscher (Burkhardtsdorf), Uwe Kästner (+ Sangerhausen), Prof. Dr. Stephan Kempe (Darmstadt), Dr. Friedhart Knolle (Goslar), Klaus Krüger (Teuchern), Dr. Manfred Kupetz (Cottbus), Andreas Lindau (Mansfelder Grund), Axel Rüthrich (Freiberg), Norbert Schüttler (Leipzig),  Martin Spilker (Sangerhausen), Dieter Weiß (Suhl) und Thilo Ziegler (+ Sangerhausen).

 

Dahinter verbirgt sich die Fachkompetenz von Geologen, Ingenieuren, Historikern und Bergleuten sowie von Vertretern ganz unterschiedlicher Berufe, die sich gemeinsam in ihrer Freizeit für das Thema begeistern.

 

Glück auf!

Michael K. Brust

 

Aufnahmen: Thomas Wäsche, Lutherstadt Eisleben